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Selbstorganisation vs Religion oder Ideologie

In funktionierenden sich selbst organisierenden Systemen ist es fast unmöglich den Willen der Individuen auf ein Ziel zu bündeln - in der Regel herrscht ein diffuser Meinungscocktail der qualitative Veränderungen paralysiert. Wenn man in solchen Systemen Ziele durchsetzen will muss man sie religiös oder ideologisch überhöhen. Beispiele finden wir genug. Für diffuse Meinungsgruppen sind viele europäische Staaten repräsentativ, aber auch z.B. Parteien wie die SPD die nachdem sie den ideologischen Mantel abgeworfen hat in diffuser Nichtfassbarkeit versinkt. Religiös gebündelte Menschengruppen finden sich überall - aktuell handelt zum Beispiel der IS religiös gebündelt. Aber auch ideologisch gebundene Gruppen lassen sich finden wobei z.B. die USA zu nennen sind, die einen Werte-Rahmen aus Bürgerlichen Zielen als ideologischen Ring gespannt haben, der es z.B. zulässt die komplette Bevölkerung auf einen Krieg ein zu schwören. Das Mittel der ideologischen Überhöhung lässt sich aber auch anders einsetzen, wenn man z.B. aktuelle Tierrechtsorganisationen beobachtet fällt auf, dass sie ihren bindenden Rahmen auch aus einem Korsett von Werten gestrickt haben.

Fazit, will man aktiv in kapitalistischen Systemen vernunftbasierende Veränderungen herbeiführen, klappt das bei nicht systemkonformen Änderungsinhalten nicht durch Diskussion und damit verbundenen Mehrheitsbildung, wenn überhaupt nur durch ideologische oder religiöse Überhöhung der Ziele. Will eine "Partei" aktiv verändern kann dies nur in der APO geschehen.

28.8.14 08:37
 
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